Analoge Fotografie
Analoge Kamera
Eine analoge Kamera besteht im einfachsten Fall aus einem Objektiv, das das einfallende Licht so bündelt, das es in der Kamera auf der Filmebene scharf erscheint und einem Film, auf dem das Bild “gespeichert” wird. Der Film wird dann später chemisch entwickelt (Kapitel 1.5), so dass man das Bild sehen kann.
Filme
Bis zur Einführung der Digitalkameras hat es unzählige Filme und Filmformate gegeben. Die bekanntesten sind:
- Kleinbildfilm, 35 mm breit, auch Typ 135
- Pocketfilm, 16mm, Typ 110
- Rolllfilm,Mittelformat, 61,5 mm, Typ 120
Am weitesten verbreitet war das Kleinbildformat, dessen Größe dem Vollformatsensor entspricht.
Die gängigsten Filmtypen sind
Alle Typen gab es in verschiedenen Empfindlichkeiten, die den heutigen ISO-Werten 100, 200, und 400 entsprechen. Alle anderen waren schon sehr teure Spezialfilme.
Die meisten Fotografen haben ihre Filme in die Drogerie oder in ein Fachgeschäft gegeben, um sie entwickeln zu lassen. Das war früher zwar auch schon teuer, aber nicht so teuer wie heute, da die Stückzahlen viel größer waren. Günstiger ist es, selber zu entwickeln und auszubelichten, wenn man die nötige Ausrüstung besitzt.
Blende, Belichtungszeit und ISO
Bei der analogen Fotografie funktioniert die Steuerung der Blende und Belichtungszeit genauso, wie bei einer Digitalkamera (Abschnitte Blende und Belichtungszeit).
Der ISO-Wert ist allerdings mit dem Film festgelegt und kann nicht geändert werden.
Fokussieren
Man unterscheidet zwischen dem manuellen Fokussieren durch Drehen am Fokusring des Objektivs und dem automatischen Fokussieren. Der Autofokus ist bei analogen Kameras erst in den 1980er Jahren eingeführt worden.
Bei vielen alten analogen Kameras kann man die Entfernung nur schätzen. Dazu gibt es auf dem Fokusring Entfernungsangaben und manchmal zusätzlich kleine Piktogramme zur Orientierung. Hochwertige Kameras haben einen Schnittbildentfernungsmesser.
Messucherkameras, analog oder digital, haben meistens weiterreichende Fokussierhilfen, wie Schnittbildentfernungsmesser
Filmentwicklung
Tiger Graphics hat nur Erfahrung mit der Entwicklung und Ausbelichtung von schwarz-weiß Negativfilmen. Daher wird hier nur dieses Verfahren beschrieben. Die Beschreibung gibt nur einen ersten Eindruck von den notwendigen Schritten.
Zur Filmentwicklung wird einiges an Equipment benötigt. Das wichtigste ist zunächst eine Dunkelkammer, also ein total dunkler Raum, auch Türschlösser und Ritzen müssen dicht sein. Alternativ gibt es Filmwechselsäcke, die absolut lichtdicht sind.
Benötigtes Equipment
- Dunkelkammer oder Filmwechselsack
- belichteter Film
- Entwicklungsdose mit Spule , in die der Film zur Entwicklung eingezogen werden muss
- Filmentwickler und Filmfixierer
- destilliertes Wasser oder Netzmittel oder Spüli
- Gefäße zum Ansetzen des Entwicklers und des Fixierers. Achtung niemals beide zusammenbringen. Auch keine Tropfen!
- Messbecher
- Rührstab
- Thermometer für Flüssigkeiten
- Timer (z.B. auf dem Smartphone)
- Flaschen zur Aufbewahrung und Entsorgung der Fotochemie
- Zange zum Öffnen der Filmpatrone
- Schere zum Beschnitt der Filmecken und zum Abschneiden des Films von der Spindel
- temperiertes Leitungswasser
- Klammern zum Aufhängen der Filme
Die Schritte zur Vorbereitung
- Bereitlegen des Equipments und vollständige Abdunklung des Raums, wenn kein Filmwechselsack (Abb. 10) verwendet wird.
- Ansetzen des Entwicklers und des Fixierers nach Herstellervorgaben. Wichtig ist, die Temperaturangaben zu beachten.
Schritte, die im Dunkeln erfolgen müssen
- Öffnen der Filmpatrone. Wenn der Film beim Zurückspulen vollständig in der Dose verschwunden ist, muss die Dose in totaler Dunkelheit geöffnet werden. Dazu muss der Deckel der Dose entweder mit dem Daumen oder mit der Zange abgenommen werden. Dann kann der Film entnommen werden.
- Beschneiden der Filmecken, um das Einfädeln zu erleichtern (siehe Abb. 11 und 12).
- Einziehen des Films in die Spule. Dazu muss der Film nun Stück für Stück in die Spirale gezogen werden. Dies funktioniert je nach Dosentyp unterschiedlich. Dazu schaut man sich am besten ein Video des Herstellers an. Manche Spulen haben eine kleine rote Bremse. Die muss vor dem Einziehen geöffnet werden (siehe Bild) und nach dem Einziehen wieder in die Spule gedrückt werden. Da man im Dunkeln ja nicht sieht, ob der Film korrekt in der Spule sitzt, gibt es eine Einkerbung, in der man fühlen kann, ob der Film richtig eingezogen wurde. Das korrekte Einziehen ist absolut notwendig, da sonst die Fotochemie den Film nicht an allen Stellen benetzen kann.
- Zum Schluss muss der Film natürlich noch am Ende angeschnitten werden. Also immer die Schere in den Filmwechselsack mitnehmen.
- Einsetzen der Achse und Einlegen der Spule in die Filmdose. Die Achse verhindert, dass die Spule in der Dose wackelt und sorgt dafür, dass die Dose lichtdicht ist, wenn man die Fotochemie einfüllt.
- Dose fest verschließen bevor sie ans Licht geholt wird.
Wenn man den Film in der Kamera ganz langsam zurückspult, hört man in der Regel, wenn er von der Spindel rutscht. Dann nur ein ganz wenig weiterdrehen. So kann man erreichen, dass er nicht ganz in der Dose verschwindet. Man kann dann im Hellen gut die Kanten beschneiden und muss auch nicht im Dunkeln die Filmdose sprengen, sondern kann den Film im Dunkeln aus der Dose ziehen. Aber Achtung, nicht zu früh mit dem Rückspulen aufhören.
Solche Filmdosen sollten dann unbedingt als belichtet markiert werden, damit der Film nicht versehentlich ein zweites Mal verwendet/belichtet wird!
Manche Entwicklungsdosen haben eine kleine Bremse, damit der Film sich während der Entwicklung nicht aus der Spule bewegen kann. Diese muss vor dem Einziehen des Films geöffnet werden.
Filmentwicklung
Die Dauer der Entwicklung richtet sich nach dem Film und der Fotochemie. Das muss man beim Hersteller oder auf dem Beipackzettel zum Entwickler und Fixierer nachlesen. Wichtig ist hierbei, die Temperatur- und Zeitvorgaben genau einzuhalten. Die Entwicklungsdosen haben eine Lichtschleuse, so dass das Einfüllen der Fotochemie im Hellen erfolgen kann.
Es gibt verschiedene Arten zu entwickeln. Nach Einfüllen des Entwicklers
- Dose stehen lassen,
- Dose kippen (machen wir von Tiger Graphics)
- Dose rollen
Wenn man die Dose stehen lässt oder nach Vorgabe kippt, muss man darauf achten, das Luftblasen zwischen den Filmlamellen entweichen können. Dazu die Dose moderat hart aufsetzen. Nach Abschluss der Entwicklung den Entwickler zügig in eine geeignete Flasche umfüllen.
Wässerung
Nach der Entwicklung wird der Film mit gleich temperierten Leitungswasser gewässert. Dazu die Entwicklungsdose mit entsprechender Wassermenge füllen, etwas bewegen und wieder ausgießen.
Fixierung
Die Fixierung funktioniert ähnlich wie beim Entwickeln entsprechend der Herstellervorgabe.
Schlusswässerung
Die Schlusswässerung kann schon bei Licht erfolgen, sollte aber auch mit gleich temperiertem Wasser erfolgen. Wir nehmen den Film dazu schon aus der Spirale. Die Spirale öffnet man, indem man die beiden Hälften gegenläufig über einen kleinen Widerstand hinweg dreht. Dabei darauf achten, dass der Film möglichst nicht berührt! Fusseln sind unbedingt zu vermeiden.
Trocknung
Zur wird der Film am besten in der Dusche aufgehängt. Dazu gibt es spezielle Haken. Es tun aber auch einfache Wäscheklammern. Unten sollte man den Film auch mit Klammern beschweren, damit er sich glatt aushängt. Die Aufhängung für einen Kleinbildfilm mit 36 Aufnahmen muss ca. 2m hoch sein! Wenn der Film hängt wird er noch einmal abgespült oder benetzt. Dazu gibt es spezielle Netzmittel. Es tut aber auch destilliertes Wasser oder bei weichem Leitungswasser einfach Wasser mit ganz wenig Spüli (ohne Handpflegezusätze). Wir machen unsere Finger einfach mit Spüliwasser nass und ziehen den Film vorsichtig von oben nach unten durch die Finger. Danach muss der Film hängen bleiben bis er vollständig trocken ist. Am bestem bis zum nächsten Tag warten. Dabei ist darauf zu achten, dass er keinen Staub abbekommt. Der Film kann dann in die üblichen Streifen von 5 Bildern geschnitten werden oder auch am Stück aufgerollt werden.
Verarbeitung der Negative
Scannen
Um Kleinbildnegative mit einem Scanner zu scannen, muss dieser für das Scannen von Negativen geeignet sein und sollte eine Auflösung von 9600 dpi haben.
Solche Scanner verfügen über eine so genannte Durchlichteinheit. Diese ist im Deckel des Scanners untergebracht und im Normalbetrieb abgedeckt.
Wie die Abdeckung zu entfernen ist, bitte in der Bedienungsanleitung des Scanners nachlesen.
Für das Scannen von Negativen muss der Scanner für den Durchlichtbetrieb eingerichtet sein.
Für das richtige Einlegen der Negative gibt es Rahmen, die einerseits die Filmstreifen sicher halten und andererseits die Fläche um den Filmstreifen abdecken. Diese Rahmen sind Spezialteile für jeden Scanner.
Manchmal sind vorhandene oder geerbte Scanner so alt, dass die Treiber unter den aktuellen Betriebssystemen nicht mehr laufen.
In solchen Fällen hilft in fast allen Fällen die auch von uns verwendete Scanner-Software VueScan, welche sehr empfehlenswert ist.
Die beiden Entwickler (Vater und Sohn) haben es sich zur Aufgabe gemacht, möglichst viele Scannertypen (inzwischen über 8000 verschiedene) unter allen Betriebssystemen “am Leben” zu erhalten.
Abfotografieren
Das Abfotografieren von Negativen funktioniert, wenn man eine sehr homogene Lichtquelle und ein Makrobjektiv zur Verfügung hat. Alternativ funktioniert es auch mit einem Balgengerät. Die Blende sollte recht weit geschlossen sein, um scharfe Ränder zu erhalten und Unebenheiten des Negativs auszugleichen.
Ausbelichtung
Die “Königsdisziplin” ist das Ausbelichten der Negative auf Fotopapier. Die Ausbelichtung findet in der Dunkelkammer statt. Dies ist ein Raum der bei der Verarbeitung von Schwarz-Weiß-Papier nur mit Rotlicht ausgeleuchtet sein darf. Dafür ist wieder jede Menge Equipment erforderlich:
- Dunkelkammer
- Vergrößerer inkl. Objektiv
- Schaltuhr zur exakten Steuerung der Belichtung evtl. mit Belichtungsmesser
- eventuell ein Vergrößerungs- oder Maskenrahmen
- Fotopapier passender Größe (hängt vom Vergrößerer, dem Objektiv und der gewünschten Größe des Bildes ab)
- eventuell
- Rotlicht-Dunkelkammerleuchte oder Rotlichtbirne
- mindestens 3 besser 4 Fotoschalen (verschiedenfarbig), in die das Fotopapier flach hineinpasst
- 3 Fotozangen (am besten 2 verschiedene Farben)
- Fotopapier
- Papierentwickler passend zum Fotopapier
- Fixierer zur Fixierung von Fotopapier
- Stoppbad oder verdünnter reiner Essig (ohne Kräuter)
- Messbecher
- Rührstab
- Gefäße zum Ansetzen der Fotochemie. Achtung niemals Entwickler und Fixierer in Kontakt bringen.
- Flaschen zur Aufbewahrung und Entsorgung der Fotochemie
- Thermometer
- Schere
- schwarze Pappe
- evtl. Lupe
- evtl. Papierabstreifer
Optimal ist eine Dunkelkammer, die Platz für einen Tisch mit Stuhl für den Vergrößerer und eine weitere Stellfläche für die Schalen, sowie einen Wasseranschluss hat. Letzteres ist nicht unbedingt erforderlich. Man benötigt allerdings fließendes Wasser in Reichweite.
Es gibt unterschiedliche Arten von Fotopapier. Für Anfänger eigenen sich PE-Papiere. Diese haben einen Träger aus Polyethylen. Dies hat den Vorteil, dass sich der Träger nicht so stark vollsaugt wie bei Papieren mit Papierrücken. Die Wässerung und das Trocknen der Papiere geht schneller und die Fotos bleiben auch ohne Aufwand glatt.
Aufbau im Hellen
Der Vergrößerer wird entsprechend der Anleitung aufgebaut. Wenn vorhanden wird der Maskenrahmen aufgelegt. Die Zeitschaltuhr wird entsprechend der Anleitung verbunden.
Die Rotlichtlampe wird so positioniert, dass man Vergrößerer und Schalen noch sehen kann. Sie sollte aber vom Sitzplatz aus abschaltbar sein. Die Schachtel mit dem Fotopapier wird in Reichweite gelegt.
Drei Schalen für Entwickler, Stoppbad und Fixierer sollten grundsätzlich in dieser Reihenfolge stehen. Eine vierte Schale mit Leitungswasser nimmt dann das fixierte Bild auf.
Entwickler, Stoppbad und Fixierer werden nach Vorgaben des Herstellers angesetzt. Die Menge in den Schalen muss so bemessen sein, dass ein Fotopapier vollständig benetzt wird. Das Stoppbad kann durch Leitungswasser mit einem Schuss Essig ersetzt werden.
Bei Rotlicht
Belichtung des Fotopapiers
Wenn man ohne Belichtungsmesser arbeitet, kann man alles bei Rotlicht machen. Zunächst wird der Maskenrahmen so positioniert, dass das zu belichtende Negativ formatfüllend abgebildet wird. Am besten opfert man ein Blatt Fotopapier (nur bei Rotlicht aus der Schachtel nehmen!) als Testblatt, damit die Schärfe auch tatsächlich auf dem Fotopapier und nicht auf dem Untergrund bestimmt wird. Wenn man keinen Maskenrahmen hat, kann man mit Klebeband die Position des Papiers markieren. Um alles gut zu erkennen öffnet man die Blende am Vergrößerer vollständig. Nun stellt man am Vergrößerer scharf und überprüft, ob das Bild immer noch formatfüllend ist. Wenn nicht korrigiert man die Höhe des Vergrößerungskopfes und die Schärfe nach, bis es stimmt. Das Ergebnis kann man noch mit einer Lupe überprüfen. Jetzt blendet man ein bis zwei Stufen ab, damit Unebenheiten von Film und Papier nicht zur Unschärfe führen. Arbeitet man ohne Maskenrahmen, ist es besser noch weiter abzublenden, da das Fotopaper meistens nicht ganz eben ist. Jetzt schaltet man den Vergrößerer aus.
Um die richtige Belichtungszeit herauszufinden, muss man sie zunächst schätzen. Die richtige Zeit hängt vom Negativ, der eingestellten Blende am Vergrößerer, vom Fotopapier, vom Entwickler und dessen Temperatur ab.
Mit der Zeit bekommt man ein Feeling dafür. Dennoch ist es ratsam, immer vorab einen Teststreifen anzufertigen. Hierzu nimmt man ein Blatt Fotopapier bei Rotlicht aus der Schachtel und schneidet es in ca. 3 cm Breite Streifen. Bis auf einen Streifen legt man alle Streifen zurück in die Schachtel und verschließt die Schachtel wieder vollständig. Dann stellt man die kürzeste angenommene Belichtungszeit ein und legt den Testreifen auf den Bereich, in den das Bild projiziert wird und deckt den Teststreifen bis auf ca. ein Drittel mit schwarzer Pappe ab und belichtet. Nun zieht man die Pappe ein Stückchen weiter, so dass zusätzlich ein weiteres Drittel frei liegt und belichtet noch einmal mit derselben Zeit. Zuletzt wird die Pappe ganz weg genommen und das letzte Drittel belichtet. Dabei muss man aufpassen, dass der Teststreifen nicht verrutscht. Am Ende hat man einen Teststreifen bei dem das erste Stückchen dreimal so lange belichtet wurde, wie das Dritte. Diesen Streifen entwickelt man nun (siehe Kapitel 1.6.3.2.2). Wenn der Streifen fertig ist, beurteilt man bei Tageslicht das Ergebnis und wählt die Belichtungszeit, die richtig ist und stellt den Timer auf diese Zeit ein. Jetzt nimmt man ein Blatt Fotopapier aus der Schachtel, verschließt die Schachtel wieder vollständig, legt das Fotopapier an die richtige Position und belichtet es. Das belichtete Fotopapier sollte sofort in den Entwickler gelegt werden. Dabei keinen Entwickler an die Finger kommen lassen.
Papierentwicklung
Das Fotopapier im Entwickler durch leichte Bewegung der Schale bewegen. Dabei darauf achten, dass das gesamte Papier vom Entwickler benetzt ist. Nach ca. 1 Minute erscheint das Bild. Nach der vom Hersteller vorgegebenen Zeit ist die Entwicklung abgeschlossen.
Das Fotopapier am Ende der Entwicklungszeit mit der Zange greifen und in das Stoppbad legen. Dabei die Zange niemals in das Stoppbad tauchen!
Stoppbad
Das Stoppbad bricht, wie der Name schon sagt, den Entwicklungsprozess abrupt ab. Außerdem “schützt” das Stoppbad den Fixierer vor Verunreinigung mit Entwickler. Der Stoppvorgang kann recht kurz gehalten werden (ca. 10 Sekunden). Danach das Papier mit der Zange für das Stoppbad greifen und in den Fixierer legen.
Papierfixierung
Das Fotopapier im Fixierer durch leichte Bewegung der Schale bewegen. Dabei darauf achten, dass das gesamte Papier vom Fixierer benetzt ist. Nach der vom Hersteller vorgegebenen Zeit ist die Fixierung abgeschlossen. Die Fixierung kann bis zu einer halben Stunde dauern und darf nicht verkürzt werden. Ansonsten kann ein Bild auch nach Jahren noch Nachdunkeln. Das fixierte Bild in eine Schale mit Wasser legen. Diese Schale kann nun ins Helle getragen werden, um das Foto zu wässern.
und wieder im Hellen
Wässerung
Die Wässerung erfolgt günstigstenfalls unter fließendem Wasser, das dieselbe Temperatur wie die Fotochemie hat. Um Wasser zu sparen kann man das Bild auch mehrmals in frisches Wasser legen. Das genaue Vorgehen hängt vom Papier ab. PE-Papier nimmt wenig Flüssigkeit auf und benötigt eine kürzere Wässerung als Barytpapier. Wenn man das Papier zu kurz wässert, können noch nach Jahren Flecken auftreten. Wir haben PE-Papier meist vorsichtig unter fließendem Wasser abgespült und dann noch ca. eine Viertelstunde in Wasser liegen lassen und danach noch einmal abgespült. Sicherer ist es die Papiere unter kontinuierlich fließendem Wasser 30 Minuten zu Wässern. Dazu kann man eine Fotoschale anbohren ins Waschbecken stellen und den Wasserhahn ganz langsam laufen lassen.
Trocknung
Ist das Bild vollständig gewässert wird es getrocknet. PE-Papier kann einfach an der Luft trocknen. Um überschüssiges Wasser los zu werden, kann das Papier vorsichtig mit einer Gummilippe abgezogen werden. Man kann das Bild auch mit Wäscheklammern aufhängen, wie es in alten Agentenfilmen gezeigt wurde. Dabei kann es aber zu Druckstellen kommen; also besser flach auf einem alten Handtuch trocknen lassen.
































