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Bildmotive

In diesem Abschnitt werden die Einstellungen für die wichtigsten Bildmotive beschrieben.

Menschen

Menschen sollte man nur dann aufnehmen, wenn sie auch damit einverstanden sind. Als Beispiele dienen hier daher KI-generierte Bilder, um keine Persönlichkeitsrechte zu verletzen und den KIs kein “Trainingsfutter” zu liefern.

Abb. 1: Prompt: Erzeuge ein typisches Portrait einer Frau im Wald.
Abb. 2: Prompt: Erzeuge ein Ganzkörperportrait eines Mannes in der Sporthalle.
Abb. 3: Prompt: Erzeuge ein Gruppenfoto vor einer Bergkulisse.

Portraits

Bei Portraits wird nur der Kopf und ein Stück vom Oberkörper aufgenommen.

Einstellungen:

  • Blende weit offen (kleine Blendenzahl), um den Hintergrund unscharf erscheinen zu lassen
  • Belichtungszeit so, dass das Bild scharf wird. Wenn die Person still hält, ca. 1/60, wenn nicht besser 1/125 oder kürzer und
  • Auto-ISO nutzen
  • Wenn in Av oder Tv-Modus fotografiert wird, Belichtungsmessung auf Integralmessung stellen.
  • Mit einem Autofokusfeld auf ein Auge scharf stellen. Wenn die Kamera einen Augenautofokus hat, diesen nutzen und den kontinuierlichen Autofokus aktivieren.
  • Besser nicht blitzen, sondern die Person gut ausleuchten, so dass keine harten Schatten im Gesicht entstehen.
  • Wenn Blitzen notwendig ist, falls vorhanden, die Rotaugenkorrektur nutzen oder noch besser einen oder mehrere entfesselte Blitze nutzen und auf Langzeitsynchronisation stellen.
  • Je nach Zielsetzung der Aufnahme, die Person zum Lächeln bringen. Dies sollte nicht künstlich wirken.
  • Serienbildfunktion nutzen und später das beste Bild auswählen.
TippVor Beendigung der Serie der Person schon sagen, dass man fertig ist. Meistens entstehen dann noch Fotos die einen entspannten Gesichtsausdruck zeigen.

Das bekannte Sprechen des Wortes “Cheese” ist gar nicht so vorteilhaft, da die Person dann meistens stärke Falten um den Mundwinkel hat. Besser ist es die Person “Money” sagen zu lassen.

WichtigBabies nicht direkt anblitzen!

Ganzkörperaufnahmen

Hier gilt dasselbe wie bei Portraits. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Füße nicht abgeschnitten werden. Aufnahmen, die unterhalb der Knie aufhören wirken unvorteilhaft.

Gruppen

Bei Gruppenaufnahmen muss man davon ausgehen, das irgendwer zappelt oder gerade die Augen geschlossen hat. Auch stehen bei Gruppen meistens nicht alle Personen in der Fokusebene.

Einstellungen:

  • mittlere bis lange Brennweite (35mm - 80 mm)
  • Blende schließen (5.6 - 8)
  • Belichtungszeit kürzer als 1/100 und ISO entsprechend anpassen.
  • Wenn in Av oder Tv-Modus fotografiert wird, Belichtungsmessung auf Mehrfeld stellen.
  • Günstig ist, bei bewölktem Himmel draußen zu fotografieren. Bei Sonne werden die Schlagschatten zu hart, dann sollte man sich einen leicht schattigen Platz suchen.
  • die Personen so zusammenrücken lassen, das keine Lücken zwischen den Personen sind und jedes Gesicht gut zu sehen ist.
  • die Füße nicht abschneiden.
  • aufpassen, dass im Hintergrund keine hässlichen Dinge wie Mülltonnen stehen.
  • die Menschen zum Lächeln bringen.
  • Serienbildfunktion nutzen und hinterher ein Bild auswählen, auf dem alle die Augen offen haben.
  • weitere Aufnahmen schießen, wenn die Session eigentlich schon vorbei ist.

Tiere

Tiere zu fotografieren kann ganz schön anstrengend sein. Man muss Geduld haben und die Kamera gut bedienen können, um so tolle Aufnahmen hinzubekommen, wie man sie in Zeitschriften und auf dem Netz sieht. Hinter all diesen Aufnahmen stecken eine Menge Übung und meistens auch Hunderte von Fehlversuchen. Als Anfänger kann man zunächst die eigenen Haustiere oder die Hunde und Katzen aus der Nachbarschaft fotografieren oder in den Zoo gehen.

Abb. 4: Haustierfotografie: Moritz mit scharfen Augen.
Abb. 5: Moritz mit scharfer Nase.

Um sich von den üblichen Bildern abzuheben, sind auch sogenannte Close-Ups, also Bilder bei denen man Details von ganz nah aufnimmt, toll. Gerade im Zoo kann man mit einem Teleobjektiv Details aufnehmen. Wenn man ganz nah ans Gitter geht und durch eine Masche fotografiert, sieht man auch den Zaun nicht. Wenn irgend möglich, Tiere auf Augenhöhe aufnehmen und warten bis das Tier in die Kamera schaut.

Einstellungen:

  • Lange Brennweite (Telebrennweite).
  • Offene Blende, um den Hintergrund verschwimmen zu lassen.
  • Kurze Belichtungszeit, je schneller das Tier, desto kürzer die Belichtungszeit.
  • Tieraugenautofokus, falls verfügbar.
  • Belichtungsmessung: Integral oder Mehrfeld.
  • Auto-ISO
Abb. 6: Auf Augenhöhe aufgenommen.
Abb. 7: Mit Blickkontakt zur Linse.
Abb. 8: Aufgenommen im eigenen Garten durchs Fenster.
Abb. 9: Wolfsnase aufgenommen im Wolfscenter durchs Gitter.
Abb. 10: Ungewöhnliche Ansichten heben sich vom Mainstream ab.
Abb. 11: Hier reicht nicht einmal 1/1600 s.
WichtigDas Wohl der Tiere geht immer vor. Tiere niemals bei der Aufzucht/Pflege des Nachwuchses stören. Wenn möglich, nicht blitzen.
WichtigBringe dich niemals selbst in Gefahr! Im Zoo nicht durchs Gitter greifen und auch kein Objektiv durch das Gitter stecken.
WichtigIm Zoo vorher nachfragen, ob Fotografieren erlaubt ist.
TippEinige Zoos bieten besondere Öffnungszeiten für Fotografen an.

Landschaften

Bei Landschaftaufnahmen auf das Licht achten. Bei Gegenlicht können Flares entstehen und die Kamera kann die Belichtung nicht so gut automatisch steuern. Besonders eindrucksvoll werden Landschaftsaufnahmen frühmorgens kurz nach Sonnenaufgang oder in der sogenannten blauen Stunde, kurz vor dem Sonnenuntergang. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Kamera gerade gehalten wird. Einige Kameras haben dazu eine eingebaute Wasserwaage. Noch besser ist es, bei Landschaftaufnahmen, die Kamera auf ein Stativ zu montieren, manuell zu fokussieren und mit dem Zeitauslöser zu starten, um jegliche Verwacklung zu vermeiden.

Einstellungen:

  • Eine kurze Brennweite (Weitwinkelobjektiv)
  • Kleine Blende (8 - 13), um die gesamte Szene scharf abzubilden
  • Niedrige ISO (100 - 200)
  • Belichtungszeit, so dass das Bild gut belichtet ist
  • Belichtungsmessung: Mehrfeld
Abb. 12: Morgens um 7:17 in Norwegen.
Abb. 13: Spiegelung.
TippBei Verwendung eines Stativs, falls vorhanden, den Stabilisator abschalten.

Natur

Naturaufnahmen reichen von kleinsten Blüten bis hin zu ganzen Landschaften. Daher sind die Einstellungen stark vom Motiv abhängig.

Abb. 14: Waldpilze
Abb. 15: Herbstwald

Gebäude

Gebäude fotografiert man am besten von weiter weg. Steht man zu dicht vor dem Gebäude, muss man die Kamera zu stark kippen, so dass die Perspektive verzerrt wird und stürzende Linien auftreten. Kann man nicht weit weg gehen, hilft eine nachträgliche Korrektur mittels Software. Alternativ kann man ein Tilt-Shift-Objektiv verwenden, das aber sehr teuer ist. Nimmt man Gebäude bei schlechten Lichtverhältnissen auf, ist ein Stativ sinnvoll, um die ISO und damit das Bildrauschen gering zu halten.

Einstellungen:

  • Brennweite je nach Entfernung
  • Kleine Blende, um möglichst hohe Schärfe zu erreichen
  • Kleine ISO, um alle Strukturen zu erhalten
  • Belichtungszeit entsprechen anpassen
  • Belichtungsmessung: Mehrfeld.
Abb. 16: Elbphilharmonie Hamburg mit 15mm Brennweite. Die stürzenden Linien sind deutlich erkennbar.
Abb. 17: Nachträgliche Korrektur. Auch der Bildausschnitt ändert sich dabei.
Abb. 18: Wasserschlösschen Hamburg. Mit Stativ und 6s Belichtungszeit aufgenommen.
TippUm das eigentliche Motiv bei der Aufnahme etwas Platz lassen, damit bei nachträglicher Korrektur vom Motiv nichts verloren geht.
TippBei Verwendung eines Stativs, falls vorhanden, den Stabilisator abschalten.

Food

Bei der Food-Fotografie kommt es besonders auf die Schärfentiefe und das Licht an. Die Schärfe sollte so gesetzt werden, dass das “Food” scharf abgebildet ist und der Hintergrund leicht unscharf wird. Schön ist es, wenn die Szenerie im Hintergrund noch zu erahnen ist. Für Food-Fotografie eignet sich besonders gut Tageslicht, da es die Farbe am natürlichsten wiedergibt. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass kein direktes Sonnenlicht auf die Szene fällt, um harte Schlagschatten zu vermeiden. Wenn kein Tageslicht zur Verfügung ist, eignen sich Tageslichtlampen besser als Blitze, da man die Ausleuchtung so vorab besser beurteilen und justieren kann.

Kameraeinstellungen, die sich gut eignen:

  • mittlere bis kleine Blende, je nach Brennweite, Motivgröße und gewünschter Hintergrundunschärfe
  • Belichtungszeit aus der Hand ca. 1/60 s und Auto-ISO
  • wenn Stativ verwendet wird, kleinste ISO und die Belichtungszeit entsprechend anpassen.
  • Belichtungsmessung: Mehrfeld oder Integral
Abb. 19: Der Hintergrund lässt die Szene natürlich wirken.
Abb. 20: Tageslicht bringt die Farben gut zur Geltung. Hier stören die Schatten nicht.

Fahrzeuge

Fahrzeug-Fotografie reicht vom Spielzeugauto bis hin zur Rakete mit der gesamten Bandbreite von Einstellungen. Hier wird exemplarisch nur die Fotografie von Autos behandelt. Selbst dabei reicht die Bandbreite von Close-Ups von Details über stehende und fahrende Fahrzeuge, Oldtimer, Rennwagen bis zu Aufnahmen aus fahrenden Autos.

Abb. 21: Close-Up einer Motorhaube auf der Motorshow in Essen.
Abb. 22: Oldtimer bei den Classic Days Oldenburg.

Bei Fahrzeugen-Aufnahmen immer die Ausleuchtung im Blick behalten, um den Lack möglichst gut zur Geltung zu bringen. Bei Oldtimern wirken schwarz-weiß-Aufnahmen besonders. Die Dynamik eine Bildes kann durch das Kippen der Kamera erhöht werden.

Bei Aufnahmen immer auch den Hintergrund im Blick behalten. Gerade auf Motorshows oder Oldtimer-Treffen stören Personen im Hintergrund.

Einstellung bei stehenden Fahrzeugen

  • Brennweite je nach Entfernung vom Motiv
  • ISO so gering wie möglich, um den Lack bestmöglich abzubilden
  • Belichtungszeit anpassen und wenn notwendig, Stativ verwenden
  • Blitzen nur im Ausnahmefall, da unschöne Reflexionen auftreten können
  • Belichtungsmessung: Integral bis Mehrfeld

Einstellung bei fahrenden Fahrzeugen

  • Brennweite nach Entfernung vom Motiv
  • Belichtungszeit kurz, Ausnahme: Mitzieher
  • Auto-ISO
  • Belichtungsmessung: Integral bis Mehrfeld
  • Servo-Autofokus, Fahrzeug-Detektion, falls vorhanden
  • Blitzen nur im Ausnahmefall, da das Bild sonst zu statisch wirkt. Eine leichte Unschäfe unterstreicht die Dynamik.
Abb. 23: Kiwi am Strand von Rømø.
Abb. 24: Aufnahme aus nachfolgendem Fahrzeug auf Eis in Sorsele Schweden.

Canon EOS R5 | 100.0mm | f/3.2 | 1/640s | ISO 640

Canon EOS R5 | 147.0mm | f/2.8 | 1/640s | ISO 800

Canon EOS 90D | 300.0mm | f/4.0 | 1/1000s | ISO 1250

Canon EOS R7 | 200.0mm | f/2.8 | 1/320s | ISO 250

Canon EOS R5 | 300.0mm | f/5.6 | 1/400s | ISO 500

Canon EOS R5 | 500.0mm | f/7.1 | 1/500s | ISO 2500

Canon EOS 80D | 400.0mm | f/6.3 | 1/250s | ISO 1600

Canon EOS M6 Mark II | 28.0mm | f/4.0 | 1/1600s | ISO 200

Canon EOS R10 | 18.0mm | f/9.0 | 1/400s | ISO 100

X100F | 23.0mm | f/11.0 | 1/200s | ISO 200

Canon EOS RP | 35.0mm | f/2.5 | 1/30s | ISO 125

Canon EOS 200D | 42.0mm | f/5.0 | 1/80s | ISO 400

Canon EOS M6 Mark II | 15.0mm | f/11.0 | 1/60s | ISO 100

Canon EOS M6 Mark II | 15.0mm | f/11.0 | 1/60s | ISO 100

X-T2 | 35.0mm | f/8.0 | 6.0s | ISO 200

Canon EOS 6D | 50.0mm | f/4.0 | 1/200s | ISO 200

Canon EOS RP | 85.0mm | f/8.0 | 1/100s | ISO 125

Canon EOS 6D | 105.0mm | f/4.0 | 1/60s | ISO 400

X100F | 23.0mm | f/4.0 | 1/1500s | ISO 200

Canon EOS RP | 35.0mm | f/11.0 | 1/125s | ISO 100

Canon EOS RP | 240.0mm | f/6.3 | 1/1000s | ISO 1600

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