Bildfehler
Manchmal sind auch Digitalkameras überfordert und es entstehen Bildfehler. Einige kann man gut vermeiden oder später korrigieren.
Bildinhalte
Oft passiert es, dass man erst später bei der Betrachtung eines Bildes sieht, was man eigentlich aufgenommen hat. Ein typisches Beispiel ist eine tolle Häuserfassade auf der man bei spätere Betrachtung eine Reihe von Mülltonnen vor den Häusern entdeckt. Manchmal kann man aber auch einfach den Aufnahmeort nicht verändern. Dann kann man das Bild nachträglich durch einen Beschnitt noch verbessern. Dies ist streng genommen schon eine Fotomanipulation.
Belichtung
Einer der häufigsten Bildfehler ist eine falsche Belichtung. Entweder hat die Automatik versagt oder man hat selber vergessen den richtigen Kameramodus einzustellen. Falsche Belichtungen lassen sich nachträglich korrigieren. Bei machen Kameras geht das sogar in der Kamera selbst. Besser geht es aber mit eine Fotosoftware und besonders gut geht es, wenn man in RAW fotografiert.
Ausbrennen und Absaufen
Wenn ein Motiv sehr starke Helligkeitsunterschiede aufweist, kann es passieren, dass helle Bereiche ausbrennen. Das bedeutet, dass sie komplett weiß erscheinen, obwohl wir mit dem Auge noch Helligkeitsunterschiede sehen können. Genauso können dunkle Bereiche absaufen. Das bedeutet, dass sie ganz schwarz aufgenommen werden, obwohl wir noch Graustufen sehen können. Es hilft auf alle Fälle, Bilder im RAW-Format aufzunehmen, da diese Fehler später in Grenzen korrigiert werden können.
Manche Motive sind an einigen Stellen sehr hell und an anderen sehr dunkel. Man sagt, sie haben einen hohen Dynamikumfang. Der Sensor einer Kamera kann dies nur begrenzt aufnehmen. Es kommt zum Absaufen oder Ausbrennen, ohne dass man bei der Belichtung etwas falsch gemacht hat. Abhilfe schafft hier, im RAW-Format aufzunehmen und das Bild nachträglich mit Fotosoftware zu bearbeiten. Falls deine Kamera einen HDR-Modus hat, kann auch dieser verwendet werden.
Bewegungsunschärfe
Bewegungsunschärfe tritt dann auf, wenn sich während der Belichtung dein Motiv oder du dich selber bewegst. Wenn sich das Motiv bewegt, ist der Rest des Bildes in der Schärfeebene scharf. Wenn sich der Fotograf bewegt hat, ist das ganze Bild unscharf.
Weißabgleich
Es kann schnell passieren, dass man vergisst, den Weißabgleich (WB - white balance) umzustellen, wenn sich das Umgebungslicht ändert. Dies ist nicht weiter schlimm, wenn man in RAW aufnimmt. Dann kann man das Bild nachträglich korrigieren. Beim JPG ist das nur begrenzt möglich.
Stürzende Linien
Stürzende Linien treten häufig bei Ultraweitwinkelobjektiven auf. Wenn man am Rand genügend Platz lässt, kann man dies mit Fotosoftware später weitestgehend korrigieren
Flares
Flares sind Reflexionen, die durch Streulicht entstehen. Sie entstehen meistens bei nicht allzu hochwertigen Objektiven und Gegenlicht. Man kann sie in Grenzen durch eine Streulichtblende verringern. Manche Flares sehen aber auch hübsch aus und peppen ein Bild auf.
Beugung
Beugung ist ein Phänomen, das dazu führt, dass bei kleiner Blendenöffnung eine leichte Unschärfe auftritt. Die hat nichts mit Fehlfokussierung oder Bewegungsunschärfe zu tun, sondern mit Physik. Lichtwellen haben die Eigenschaft sich an kleinen Öffnungen wie der Blende seitlich auszubreiten; dies nennt man Beugung. Dadurch erscheint das Bild ganz leicht unscharf.
Chromatische Aberration
Die chromatische Aberration oder auch chromatischer Fehler erzeugt sichtbare Farbsäume an scharfen, kontrastreichen Kanten. Diese treten bei nicht ganz so hochwertigen Objektiven an den Bildrändern bei offener Blende auf. Die Ursache liegt in der Lichtbrechung die für langwelliges Licht anders als für kurzwelliges Licht ist. Bei JPGs werden die Fehler meistens schon in Grenzen in der Kamera korrigiert.
Bei Gegenlicht treten häufig auch violette Farbsäume um kontrastreiche Kanten auf.
Seltener findet man auf Bildern auch einen chromatischen Längsfehler. Dabei haben die unterschiedlichen Wellenlängen des Lichtes leicht unterschiedliche Fokusebenen.
Rolling Shutter
Bei sehr kurzer Belichtungszeit und einem elektronischen Kameraverschluss ist die Bewegung des Motivs schneller als das Auslesen der Pixel. Dann kommt es zu Verzerrungen. Dies tritt häufig bei Aufnahmen von Propellerflugzeugen oder anderen sich drehenden oder durchs Bild bewegenden Objekten auf. Wenn die Kamera auch einen mechanischen Verschluss hat, kann man das Phänomen vermeiden.
Fotomanipulation
Die Fotomanipulation ist eine bewusst herbeigeführte Veränderung eines Bildes. Manche Änderungen sind harmlos, wie zum Beispiel das Entfernen von roten Augen bei Blitzaufnahmen, andere können die Geschichte verfälschen. Aktuell ist die Fotomanipulation durch KI ein Riesenthema, auf das wir hier nicht näher eingehen.
































